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100 Jahre Oldenburger Kinderheim – heute Hautklinik

Tag der offenen Tür am 01. Mai 2018

Am 02. Mai 1918 wurde in Bad Rothenfelde das Oldenburger Kinderheim nach zwei Jahren Bauzeit eingeweiht. Hunderte von kleinen Füßen sind bis 1985 über die Treppen, durch die Flure, im Spielezimmer und Speiseraum getrappelt.In den Jahren nach den beiden Weltkriegen kamen die Kinder aus den zerstörten Städten scharenweise nach Bad Rothenfelde. Die Kinder aus sozial schwachen Familien litten unter den Folgen der Kriege an Mangelerscheinungen.

Die waldreiche Umgebung, die Landwirtschaft und die damit verbundene reiche Auswahl an Lebensmitteln sowie die Solequellen und Gradierwerke waren eine Garantie für Erholung. Bilder zeigen magere Kinder, die im Kreis um eine Höhensonne laufen und in einer offenen Veranda die Mittagsruhe einhalten müssen. Täglich wanderten die Kleinen in Zweierreihen und meist singend die Parkstraße runter zum Kurmittelhaus um Wannenbäder zu nehmen oder Sole zu inhalieren. Der Rundgang um die Gradierwerke und Waldwanderungen gehörten ebenfalls zum Tagesprogramm wie gemeinsames Spielen.

Viele dieser ehemals kleinen Gäste kommen als Erwachsene nach Bad Rothenfelde um auf den Spuren ihrer Kindheit zu wandeln. Beim Oldenburger Kinderheim haben sie Glück, denn seit 1989 beherbergt das Gebäude die Johann-Wilhelm-Ritter-Klinik. Die Hautklinik  - benannt nach dem Erfinder der UV-Strahlen und deren Wirkung in der Balneophototherapie – hat heute 60 Patientenzimmer und ein auf Dermatologie spezialisiertes Ärzteteam. Innen und außen wurden die für die Epoche typischen Stilelemente sorgfältig restauriert bzw. nachempfunden.

Bürgermeister Klaus Rehkämper erinnert an die besonderen Umstände, wie aus dem Kinderheim die Hautklinik wurde sowie an die Gespräche im Jahr 1995 / 1996 mit dem Eigentümer und Unternehmer Ernst Bock aus Verl, dessen Geschäftspartner die Firma Saalmann war. Dieses Unternehmen stellte UV-Lampen für die Phototherapie her. Tochter Jutta Bock ist heute Miteigentümerin des Hauses.

Das Salinenarchiv verfügt über eine große Auswahl von Alben mit Fotos, Kinderzeichnungen und Briefen aus verschiedenen Jahrzehnten. „Von keinem der 55 Kinderheime, die in Bad Rothenfelde existierten, haben wir so viele Dokumente“ bestätigt der ehrenamtliche Salinenarchivar Dirk Lange-Mensing. Auf diesen reichen Fundus hat Jutta Bock in den letzten Wochen zurückgegriffen, um gemeinsam mit dem Geschäftsführer Kai Westphal einen Tag der Offenen Tür zum 100. Geburtstag des Hauses zu inszenieren.

Am 01. Mai 2018 um 11.00 Uhr beginnt der Festakt mit Bürgermeister Klaus Rehkämper. Anschließend lädt eine Fotogalerie zum Spaziergang auf den Spuren vergangener Zeiten ein. Ärzte und Therapeuten informieren über die Ursachen und der stetig zunehmenden Allergien und Hauterkrankungen. Präventionsmaßnahmen wie Sonnenschutz und Ernährung stehen im Fokus der Beratungsstände. Der Verkaufserlös an den Imbissständen fließt in die Spendenkasse der Organisation „Menschen im Blick“. So schließt sich der Kreis wieder bei der Hilfe für Kinder aus sozial benachteiligten Familien.

 

Fotos: © Sabine Leclercq-Schulte|

Oben: v.l.n.r. : Jutta Bock, Kai Westphal – Geschäftsführer, Dirk Lange-Mensing – Salinenarchiv, Bürgermeister Klaus Rehkämper|Unten: v.l.n.r: Jutta Bock, Dirk Lange-Mensing, Kai Westphal und Bürgermeister Klaus Rehkämper.

 

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